Sunday, 27 September 2009

Zähne, Planschen und Erkältungskrankheiten — Teething, Bathtime and Ongoing Colds

Seit Monaten zahnt Willem nun schon, endlich kommen die ersten Zähne auch durch. Er hat bereits entdeckt, dass man damit herrlich an Dingen herumschrabben und schaben kann. Die Kehrseite der Medaille ist, dass er häufig, vor allem abends, ob der Zahnschmerzen übellaunig ist. In manchen Kinderratgebern läuft das wohl unter "Wölkchenphase"...

Planscher vom Dienst — Bathtime fun

Beim Baden war dann aber eitel Sonnenschein angesagt. Während er das anfangs nicht besonders genossen hat, ist er jetzt hellauf begeistert, wenn es in die Wanne geht. Er setzt sich dann unverzüglich hin, das klappt inzwischen tadellos, und fängt sofort an, begeistert zu planschen, so dass wir nass werden. Da man sich dummerweise das Lachen nicht verkneifen kann, animiert man ihn natürlich noch zusätzlich.

Thea laboriert seit nunmehr zwei Wochen an einer Erkältung, die sich zur Rippenfellentzündung ausgeweitet hat. Der Küchentisch sieht aus wie ein Apothekentresen, aber die Entzündung ist äusserst hartnäckig. Wir hoffen, dass es bald besser wird. Wundert Euch nicht, wenn Ihr (noch) weniger von Ihr hört als sonst, sie schläft viel und ist schlapp.

Herbstlaub auf Mohrrübe — A fallen leaf on a tuft of ginger hair

Ansonsten ist festzustellen, dass es inzwischen herbstlich geworden ist. Bei unserer Zeitungsrunde ist der Mücke heute morgen das Herbstlaub auf die Rübe geweht (ok, ganz bisschen gestellt, aber ehrlich, da war vorher auch ein Blatt...).
Liebe Grüsse von der Insel.
Zeitungsjunge Willem Schäfer bei der Arbeit — Doing the paper round

Willem has been teething for what seems like months. At last, the first few teeth have come through. He has already discovered the joys of gnawing on numerous things - not all of them edible. The downside is that the poor little tyke is sometimes rather crabby, especially in the evenings.

Good thing then, that he seems to forget his pain when we stick him in the bath. While the prospect of having a bath would have been his personal nightmare only two months ago, he is now sitting down in the tub with an expression of absolute glee on his face. He then proceeds to splash about madly, managing to get us soaked. Unfortunately, it is very hard to suppress the laughter, which only acts as further encouragement.

Thea has been plagued by a severe-cold-turned-into-pleurisy for more than a fortnight now. The kitchen table looks like a pharmacy counter, but these beastly bugs seem unusually pertinacious. We are hoping for speedy improvement. Don't be surprised if you hear (even) less from her than usual - she is asleep most of the day...

Autumn is round the corner. On our quest for the Sunday paper this morning, an autumn leaf fell on Willem's head causing some bewilderment. (O.k., the photo is ever so slightly staged. But it did really look like this...honest...)

Hope to post more soon.
Take care!

Sunday, 13 September 2009

Blaubeer Muffins — Blueberry Muffins

Lecker und schnell gemachte Blaubeer Muffins — yummy and quickly prepared blueberry beauties


Auch wenn ich ab und zu aus Verzweiflung über in GB fehlende Brötchenkultur, das eine oder andere Brötchen-Rezept ausprobiert habe, oder deutsches Brot aus Fertigmischungen backe, so würde ich mich doch nicht als begeisterten Baecker bezeichnen. Letztes Wochenende habe ich beim Einkaufen leckere Blaubeeren gesehen, und plötzlich war ich inspiriert, Blaubeer-Muffins zu backen. Nach Vergleich einiger Rezepte habe ich mich für das 'Blueberry Muffin' Rezept von Nigella Lawson entschieden (aus dem Buch "How to be a Domestic Goddess"). Super einfach, schnell und lecker, schwer zur Nachahmung empfohlen. Die Muffins sind viel besser als die fiesen albern schmeckenden Monster, die es im Supermarkt gibt.

Hier das leicht abgewandelte Rezept:

Zutaten:
280 g Mehl
140 g Zucker
1/2 TL Natriumbicarbonat (Natron)
2-1/2 TL Backpulver
Messerspitze Salz
284 ml Buttermilch (in GB nur in homöopatischen Gebindegrössen und zu Apothekerpreisen erhältlich)
105 g Butter, geschmolzen
2 kleine Eier
225 g Blaubeeren

Zubereitung:
In einer Rührschuessel alle trockenen Zutaten vermischen. In einem Messbecher die abgekühlte, geschmolzene Butter mit Buttermilch und Eiern verquirlen und auf die trockenen Zutaten giessen. Mit einem Spatel o. ä. verrühren, nicht übertreiben, Hauptsache, dass keine Mehlstaubnester mehr vorhanden sind. Die gewaschenen Blaubeeren untermischen, ebenfalls nur grob vermischen. Ein Muffin-Backblech (oder änliches) mit Muffinförmchen auslegen und jeweils einen guten Esslöffel Teig reinklecksen, sollte ungefähr 14-18 Muffins ergeben. 20-22 Minuten bei 180 Grad Umluft (oder 200 Grad Ober- Unterhitze) backen. Fertig.


Nachdem ich letzten Sonntag und Donnerstag Blaubeer Muffins gebacken habe, habe ich heute eine Variation ausprobiert - Muffins mit Himbeeren und weisser Schokolade. Dafür habe ich statt Blaubeeren etwa 230 g Himbeeren (170g frische, 60g TK) und 100g gehackte weisse Schokolade genommen. An den Stellen, wo die grossen Himbeeren eingebacken sind, ist der Teig etwas matschig geblieben. Naechstes Mal nehme ich weniger und ausschliesslich TK Himbeeren und raspel etwas extra Schokolade auf die Muffins bevor sie in den Ofen verschwinden. Ansonsten waren diese Muffins aber auch schon ganz lecker.


Despite more or less regular baking activities, due to lack of German bread and "Broetchen" in this country, I do not consider baking one of my favourite pastimes. Last weekend though, doing the shopping I saw blueberries and the thought of making blueberry muffins came to mind. After perusal of some recipes, I decided to follow Nigella's recipe (from "How to be a Domestic Goddess", with minor modifications. What she notes about the finished product of this recipe is absolutely true, they are superior to the offerings that you get in the supermarkets. One could refer to these as the "ueber-muffin" ;-).

Ingredients:

280 g flour
140 g caster sugar

1/2 tsp bicarbonate of soda

2-1/2 tsp baking powder

pinch of salt
284 ml buttermilk

105 g butter, melted (or molten?)

2 small eggs

225 g blueberries


Method:
In a large bowl mix all dry ingredients. Melt butter in a jug (e.g. in microwave, don't let it get too hot, though, or it will denature the egg later), add buttermilk, mix then add eggs and mix some more. Pour onto dry stuff and mix with a spatula or spoon. No need to overdo that, just make sure to get rid of those dry floury bits. Then add blueberries and mix a little, again, no need to homogenise the dough. Line a muffin tray with muffin cases and add a good dollop of dough to each, about a tablespoon full. The mix should be good for 14-18 muffins. Bake 20-22 minutes at 180 degrees in a fan assisted oven (or 200 degrees without fan). Bingo!