Saturday, 15 December 2012

Mongolei? — Is that Mongolia?


Von hier oben aus 10.363 m ist durch das kleine, mit einzelnen Eiskristallen befrorene Fenster nichts als braune, hügelige Einöde zu sehen, wahrscheinlich befinden wir uns gerade über dem Süden der Mongolei. Hier und da sind die Gipfel und Grate der kleinen Berge mit Schnee bedeckt, und obwohl ich eigentlich ein grosser Liebhaber einsamer verlassener Gegenden bin, es ist mir doch etwas zu verlassen und sicher auch extrem kalt da unten. Als ich das Laptop aus der Tasche genommen habe, hatte ich eigentlich vor etwas von der Liste der unerledigten Arbeiten abzuhaken, aber  dieser ruhige Moment ist perfekt um endlich mal wieder etwas zu schreiben, insbesondere da die einzigen Ablenkungen darin bestehen aus dem besagten Fenster zu schauen, oder sich dem Unterhaltungsprogramm zuzuwenden. Bei einer verbleibenden Flugzeit von über 8 h nach Frankfurt wird es kein Problem sein noch ein oder zwei Filme zu schauen, sollte es mir langweilig werden.


Die drei Monate seit Matses Ankunft sind wie im Flug vergangen. Wie üblich sollte ich mich wohl dafür entschuldigen, dass ich so lange nichts geschrieben habe, aber ihr seid es inzwischen wahrscheinlich gewöhnt, und es ist sehr hektisch gewesen, zuhause und bei der Arbeit. Ich hoffe, dass ich im neuen Jahr mehr Zeit zum Bloggen habe, und dass ihr mir verzeiht, falls doch nicht. Erstaunlich wie schnell wir uns daran gewöhnt haben, dass wir jetzt zu viert sind. Für mich ist mit am erstaunlichsten, wie Mücki sich mit der neuen Situation zurechtfindet, er hat sehr viel übrig für seinen kleinen Bruder („mein Baby“), beobachtet ihn mit viel Interesse und berichtet uns häufig, was Matse gerade so macht (er weint, er lacht, er hat mich angeguckt, er hat Bauchschmerzen usw). Die Ankunft des neuen Familienmitglieds wurde ihm allerdings auch durch die vielen ‚Grosser-Bruder-Geschenke’ versüsst, für die Aufmerksamkeiten für die Jungs und die guten Wünsche noch ganz herzlichen Dank. Wenn das so weitergeht mit der Bruderliebe, dann wird es ganz prima mit den beiden, auch wenn zu erwarten ist, dass, sollte Matse auch nur 50% des Willemschen Dickschädels haben, die beiden reichlich Konflikte austragen werden.


Tristan hat so schnell an Masse und Grosse zulegt, dass wir bereits nach 10 Wochen die 3-6 Monatsklamotten aus dem Container geholt haben, und abgesehen von einer derzeitigen Phase von Bauchschmerzen, scheint der kleine ganz glücklich und zufrieden zu sein. Was uns ebenso beschäftigt hat, ist die Tatsache, dass wir uns auf dem Immobilienmarkt nach einer grösseren Bleibe umschauen. Nachdem ich im November zufälligerweise ein solides aber renovierungsbedürftiges Haus mit einen 30m Garten hinterm Haus gesehen hatte, haben wir dann, nach einem Wochenende an dem wir besichtigt, beraten und gerechnet haben, ein leider nicht ausreichendes Angebot abgegeben. Nichtsdestotrotz haben wir dann unser Häuschen auf den Markt geschmissen und innerhalb weniger Tage ein Angebot erhalten, dass im Anschluss auf unsere freundliche Ablehnung doch noch auf den inserierten Preis angehoben wurde und damit von uns akzeptiert wurde. Was dem erfolgreichen Umzug aber noch im Weg steht, sind das Finden oder schiere Vorhandensein eines geeigneten und erschwinglichen Hauses, dass wir kaufen möchten. Der Markt gibt jetzt absolut nichts her, da die meisten Leute vor Weihnachten keine Lust verspüren, ihre Häuser auf den Markt zu bringen und lieber das neue Jahr abwarten.

In der Uni habe ich im letzten Term eine brandneue Lehrveranstaltung (Umweltmikrobiologie) für den Master Studiengang abgehalten. Da ich im Sommer viele andere Dinge um die Ohren hatte und einen Hang dazu habe, immer alles in letzter Minute zu erledigen, musste das meiste kurzfristig vorbereitet werden, was kurze Nächte zur Folge hatte. Glücklicherweise sind mir die Inhalte durch die eigene Arbeit so geläufig, dass ich die Vorlesungen auch ohne weitere Vorbereitung entsprechend ausschmücken konnte, ganz anders als bei den gräsigen und langweiligen Erstsemestervorlesungen mit medizinischer Mikrobiologie, die ich glücklicherweise abgegeben habe. Insgesamt war ich ganz zufrieden und es war meine bisher beste Lehrerfahrung.

So, nun sind es nur noch 3860 Meilen bis Frankfurt auf dem Rückflug von Nanjing in China. Von diesem Trip gibt’s dann hoffentlich bald mehr, aber jetzt guck ich noch einen Film.

A look outside the window from a height of 34,000 ft shows nothing but a vast brown emptiness, here and there with a dusting of snow. I think that it is the southern edge of Mongolia, 4200 miles away from my next destination Frankfurt/Main. Normally a great fan of wide-open spaces, I briefly considered how it might be to be down there, but it looks to bleak from up here, even for my taste. When I took the laptop out of my bag, I had the good intention of doing some (overdue) work, but then felt more inspired to use this calm moment to write an update. Besides, the only distraction is provided by in-flight entertainment and with more than 8 endless hours to go, I have no doubt I will be able to do both work and watch another movie or two.

It has been an eventful three months since the arrival of Mats Tristan, I should apologise for not posting earlier, but I think you are tired of my apologies, and hopefully have been getting used to the scarcity of updates. I hope to find more time in the New Year and for forgiveness from all of you if I do not. As an excuse, I can only say that it has been full on at home and at work, yada yada yada…

It is pretty amazing how soon you get used to the fact that it is a case of there being four of us now. Perhaps the most reassuring thing is that Willem is taken very much by his little brother, possibly due to the association of his arrival with presents for him too. Many thanks for those to all of you and for your good wishes. Mücki’s affection is such that he will often refer to Mats as his baby! Once Mats gets a little more independent – and possibly as strong willed as Mücki - one can only hope that the two boys will continue to appreciate each other. Sure they will.

Growing at an astonishing rate that required us to find the bag with the 3-6 months size clothes in the storage container, Mats has largely been an uncomplicated customer apart from what is hopefully a short phase of tummy aches when he has been feeding. What has kept us equally busy is the fact that one fine day back in November, I found a 3-bedroom house while browsing the property pages. It was a complete renovation project, but had great potential and a nearly 100 ft garden. After seeing it and crunching the numbers we put an offer in and … did not get it. Having established that a bigger house would be affordable up to a point, we put our house on the market anyway, as we were now convinced that it would be a good thing to trade up. Our house went onto the market and we quickly received a first offer below (declined) and then for full asking price (accepted). Of course things are far from settled, this being the beginning of a potentially complicated property sale chain in a stagnant and empty pre-Christmas UK housing market; a house to move into (or make a bid for) that is ticking our requirements has yet to materialise and hopefully will early in the New Year.

Workwise, I have taught a brand-new Environmental Microbiology module to the MSc students. Not having had the time during the summer and being a last minute person, I prepared most of it just in time for delivery. Thank Goodness that it was material I am familiar with, that made it easy to embroil with detail, fill in the blanks and doodle on the white board. Overall, I think it went well and it is actually the bit of teaching I have enjoyed most so far.

Ok, just another 3860 miles on my way back to the Europe from my trip to Nanjing in Jiangsu province, China. But more of that another time, time for another movie.

Saturday, 22 September 2012

Willkommen Mats Tristan — Introducing Mats Tristan


Nach einer diesmal sehr viel einfacheren Geburt ist Mats Tristan (vormals Ottilie) am Dienstag dem 18 September 2012 um 4.38h geboren worden und brachte 3605g auf die Waage.




Alle Beteiligten sind wohlauf, und Thea und Matse sind bereits nach einem Tag nach Haus gekommen.

Mücki ist nun endlich der grosse Bruder! Er war kurz davor, den Glauben aufzugeben (Papi, wie lange dauert denn das bis Otto [Mats Tristan] aus Mami raus kommt?).


After the usual 9 months of waiting, Mats Tristan (formerly known as Ottilie/Otto) finally appeared on the scene at 4.38h am on 18 Sep 2012, weighing in at 3605g (7 pounds 15 oz).

All are well and in good spirits, Thea and Mats were discharged from hospital promptly and we are at home remembering how it is to care for a newborn.

Willem is a proud big brother, finally, he was starting to lose confidence that Otto (Matse) would really appear...

Saturday, 26 May 2012

Jubilee Cheesecake


Jubilee Cheesecake - Still need to practice that Union Jack
Nächstes Wochenende ist Queen Elizabeth's Diamond Jubilee. Schon jetzt beginnt man, Strassen und Häuser zu schmücken, mit Union Jack versteht sich. Aus diesem Anlass habe ich mich an einem neuen Cheesecake Rezept versucht, ich nenne ihn Jubilee Cheesecake.

Boden:
200g Digestive Biscuits
100g Butter

Füllung:
250g Mascarpone
250g Quark
150g Fromage Frais
150g Zucker
100g Double Cream
Vanille
350g Himbeeren
225g Blaubeeren
Etwas Zitronensaft
7 Blatt Gelatine

Herstellung ist grundsätzlich wie für den Mango-Passionfruit Cheesecake (siehe Eintrag September 2010), wobei halt andere Früchte zum Einsatz kommen. Eine handvoll Blaubeeren wird mit in die Quarkmasse gerührt, der Rest wird püriert. 100g Zucker in die Quarkmasse, 50g auf die Fruchtpürees verteilen. Himbeeren werden getrennt pürriert und der Zitronensaft dazu gegeben. Fruchtpürees auf 60 Grad erhitzen, 4 Blatt Gelatine in die Himbeeren, 3 Blatt in die Blaubeeren. Das meiste der Pürees in die Quarkmasse rühren, dann die Quarkmasse auf den Keksboden giessen. Den Rest der Pürees zur Verzierung auf den fertigen Kuchen giessen.

Given it is the Queen's  Diamond Jubilee next weekend and Britain is starting to get ready with decorations, I felt inspired to make a Jubilee Cheesecake.


Base:
200g digestive biscuits
100g butter


Filling:
250g Mascarpone
250g quark
150g fromage frais
150g sugar
100g double cream
Vanille
350g raspberries
225g blue berries
juice of half a lemon
7 leaves gelatine


The procedure is principally as for the mango-passion fruit cheese cake (see September 2010), just using different fruits. Chuck a handful of blue berries into the filling, blitz the rest, also blitz the raspberries. Add 100g of sugar to the mix of mascarpone, quark, fromage frais, vanilla and double cream, split the remaining 50g of sugar between the fruit purees, which are heated to approx 60 degrees C, before adding 4 leaves of gelatine to the raspberry puree and 3 to the blue berry puree. Mix most of the puree into the mix for the filling and pour the filling onto the base made of crumbled cookies and butter. Use remaining purees and attempt to make Union Jack. Picture above shows that I still need a bit of practice, but this was dribbled on, perhaps using a piping bag might be useful. 

Thursday, 24 May 2012

Wenn der Vater mit dem Sohne — Wills and Dad on the road


Seit wir nach Weihnachten wieder angefangen haben zu arbeiten, hat es eigentlich so recht keine Pause gegeben. Selbst Ostern oder die langen Bank-Holiday Wochenenden waren nicht so recht arbeitsfrei. Daher beschloss ich Anfang Mai, einfach 'spontan' mit Mücki nach Bremen zu fliegen, um die Familie zu besuchen. Obwohl das ganze relative kurzfristig organisiert wurde, hatte Mücki noch ausreichend Wartezeit, in der er stets ungeduldiger wurde und den Trip nicht abwarten konnte. In Bremen haben wir alle Grosseltern besucht, Frauke und Anton kamen auch, und zusammen sind wir dann zu Antje gefahren, um Geburtstag zu feiern.

Cousins beim Matschepatschen - Muddy cousins


Das Wochenende war action-packed mit Gartenarbeit, Fussball und Croquet spielen, im Matsch spielen, die grosse Hündin Ronja streicheln, Schafe angucken, Unimog 'fahren', und am allerbesten, mit Wieland auf dem kleinen roten Traktor durchs Moor zu fahren. Mit dem Flugzeug zu fliegen und alles mögliche auf dem Flughafen zu beobachten waren weitere Highlights, und seitdem wir zurück sind vergeht beinahe kein Tag an dem Mücki nicht fragt, wann wir denn wieder mit dem Flugzeug fliegen. Während wir uns so vergnügt haben, hat Thea zuhause die Ruhe genossen.

Unimog action

We have gone pretty much without a break since going back to work after Christmas, and even the long bank holiday weekends have usually been spoiled by some work duties. So, I decided it was time to have a little getaway and booked flights for Willem and me to visit family in Bremen. Although a fairly spontaneous plan, Willem still had a few days to go until the exciting trip was finally starting and we drove to Stansted to catch a plane home. Back in Bremen we saw all the grandparents, Frauke and Anton came along and then we all went to visit Antje for her birthday. The three days were packed with action galore, including a bit of gardening (admittedly mostly Frauke's effort, but we did minor works...), playing football and croquet, playing in the mud, meeting Ronja the big dog and a couple of sheep, pretend-driving a Unimog, and best of all riding on the little red tractor with Wieland. Flighing of course was also great and since we have been back, I have been asked countless times when we'll be going by plane again. While we had a splendid time, Thea enjoyed having the house all to herself and relaxed.


Friday, 6 April 2012

Hidcote Himmel — Fab day out


Wir hatten heute viel Spass. Wir haben den ganzen Nachmittag in Hidcote Manor Gardens verbracht und sind durch den Garten gerannt (hauptsächlich Willem), haben Fussball gespielt, Mittag gegessen, noch mehr Fussball gespielt (es gibt dort eine tolle grosse Wiese für sowas), haben Lämmer, die Berkshire Schweine Pop und Frank (Willem durfte füttern), Kaulquappen, einen Frosch und zwei Molche gesehen. Willem hat zum Abschluss noch ein Stück Kuchen gehabt, im Parkplatz Automarken geraten und ist dann völlig erschöpft auf dem Heimweg im Auto eingeschlafen.


Schuss und Toooor - Budding footy skills

We had a great day out today. We went to Hidcote Manor Gardens and spent the whole afternoon running through the gardens, well Willem ran rings around us. We also played football, had lunch, played more football (there is a big lawned area for that sort of fun), saw loads of lambs, a couple of Berkshire pigs (Pop and Frank), tadpoles, a frog and a couple of newts. Willem finished it off with a piece of cake, car make quiz in the car park, before falling asleep in the car on the way home.

Und noch eine Runde laufen - Running yet another round...

Woolly!