Sunday, 4 October 2009

Neuland — Off the Beaten Track

Man bewegt sich meist entlang gewohnter Pfade - nicht ohne Grund. Sobald man hier in der Gegend über die Dörfer fährt, ist man ohne Navigationsgerät oder kartenlesenden Gefährten verloren. Das geht mir selbst in der näheren Umgebung so, vor allem im Westen von Leamington, obwohl ich normalerweise den Anspruch habe, mich in meiner Umgebung gut auszukennen. Heute habe ich mich dennoch (ohne TomTom, aber mit Karte) in besagte Richtung aus dem Haus gewagt, um ein mir bis dato unbekanntes Naturreservat zu inspizieren. Vor allem habe ich gehofft, ein paar Vögel vor die Linse meiner Kamera zu kriegen. Die Gelegenheit war günstig, da Thea und Willem mit unseren Besucherinnen Ghita und Karla zum Shoppen waren. Also bin ich den recht kurzen Weg, etwa 10 min, nach Ufton gefahren, wo ich eine Runde durch die "Ufton Fields", einen ehemaligen Kalksteinbruch, gedreht habe. Um es kurz zu machen: es war enttäuschend, wahrscheinlich die falsche Saison. Kurz bevor ich wieder ins Auto gestiegen bin, hat dann aber doch noch ein Rotkehlchen sein Antlitz gezeigt. Als Entschädigung?

Vögel? Fehlanzeige! - En lieu of birdies

Danach habe ich auf dem Nachhauseweg, ohne Plan, mehr oder weniger nach Gefühl und Sonnenstand, die weitere Umgebung erkundet, und habe mich natürlich dabei auch einmal verfahren. Plötzlich lag vor mir, auf einem Hügel, eine wunderbare Windmühle, die ich schon mehrmals auf Photos gesehen habe, von der mir aber nicht bekannt war, dass sie so dicht an Leamington ist: Chesterton Windmill, aus dem Jahre 1632.


Parkplatzfedervieh - a sympathetic robin

Why is it that one uses the same old tracks day in day out? Well, leaving those that you are familiar with will almost certainly get you lost in England's beautiful countryside. Despite striving to know my way around in the area where I live, I have not yet mastered the countryside of Warwickshire. The area west of Leamington is particularly troublesome. Nevertheless, I ventured into that very direction today, as I was presented with a beautiful day on which Thea and Willem were out shopping with Ghita and Karla who are visiting us from Germany over the weekend. I chose to go to Ufton, where the map indicated a nature reserve, raising my hopes of 'shooting' some wildlife with my camera. Ufton Fields is a former limestone quarry with several little lakes and dense vegetation, but it did not live up to expectations. Just before getting back to the car park, a robin was sympathetic with my plight and sat still for me to take the one and only decent picture of a bird today.

Chesterton windmill

I then left the car park to find a way back home, without using a map as the area I went into was not covered by the OS sheet that I had with me. Needless to say that I got lost once. No harm done, I stumbled across this beautiful old mill, which I have seen on photos previously, not realising that it is so close to home: Chesterton windmill (built 1632).

Sunday, 27 September 2009

Zähne, Planschen und Erkältungskrankheiten — Teething, Bathtime and Ongoing Colds

Seit Monaten zahnt Willem nun schon, endlich kommen die ersten Zähne auch durch. Er hat bereits entdeckt, dass man damit herrlich an Dingen herumschrabben und schaben kann. Die Kehrseite der Medaille ist, dass er häufig, vor allem abends, ob der Zahnschmerzen übellaunig ist. In manchen Kinderratgebern läuft das wohl unter "Wölkchenphase"...

Planscher vom Dienst — Bathtime fun

Beim Baden war dann aber eitel Sonnenschein angesagt. Während er das anfangs nicht besonders genossen hat, ist er jetzt hellauf begeistert, wenn es in die Wanne geht. Er setzt sich dann unverzüglich hin, das klappt inzwischen tadellos, und fängt sofort an, begeistert zu planschen, so dass wir nass werden. Da man sich dummerweise das Lachen nicht verkneifen kann, animiert man ihn natürlich noch zusätzlich.

Thea laboriert seit nunmehr zwei Wochen an einer Erkältung, die sich zur Rippenfellentzündung ausgeweitet hat. Der Küchentisch sieht aus wie ein Apothekentresen, aber die Entzündung ist äusserst hartnäckig. Wir hoffen, dass es bald besser wird. Wundert Euch nicht, wenn Ihr (noch) weniger von Ihr hört als sonst, sie schläft viel und ist schlapp.

Herbstlaub auf Mohrrübe — A fallen leaf on a tuft of ginger hair

Ansonsten ist festzustellen, dass es inzwischen herbstlich geworden ist. Bei unserer Zeitungsrunde ist der Mücke heute morgen das Herbstlaub auf die Rübe geweht (ok, ganz bisschen gestellt, aber ehrlich, da war vorher auch ein Blatt...).
Liebe Grüsse von der Insel.
Zeitungsjunge Willem Schäfer bei der Arbeit — Doing the paper round

Willem has been teething for what seems like months. At last, the first few teeth have come through. He has already discovered the joys of gnawing on numerous things - not all of them edible. The downside is that the poor little tyke is sometimes rather crabby, especially in the evenings.

Good thing then, that he seems to forget his pain when we stick him in the bath. While the prospect of having a bath would have been his personal nightmare only two months ago, he is now sitting down in the tub with an expression of absolute glee on his face. He then proceeds to splash about madly, managing to get us soaked. Unfortunately, it is very hard to suppress the laughter, which only acts as further encouragement.

Thea has been plagued by a severe-cold-turned-into-pleurisy for more than a fortnight now. The kitchen table looks like a pharmacy counter, but these beastly bugs seem unusually pertinacious. We are hoping for speedy improvement. Don't be surprised if you hear (even) less from her than usual - she is asleep most of the day...

Autumn is round the corner. On our quest for the Sunday paper this morning, an autumn leaf fell on Willem's head causing some bewilderment. (O.k., the photo is ever so slightly staged. But it did really look like this...honest...)

Hope to post more soon.
Take care!

Sunday, 13 September 2009

Blaubeer Muffins — Blueberry Muffins

Lecker und schnell gemachte Blaubeer Muffins — yummy and quickly prepared blueberry beauties


Auch wenn ich ab und zu aus Verzweiflung über in GB fehlende Brötchenkultur, das eine oder andere Brötchen-Rezept ausprobiert habe, oder deutsches Brot aus Fertigmischungen backe, so würde ich mich doch nicht als begeisterten Baecker bezeichnen. Letztes Wochenende habe ich beim Einkaufen leckere Blaubeeren gesehen, und plötzlich war ich inspiriert, Blaubeer-Muffins zu backen. Nach Vergleich einiger Rezepte habe ich mich für das 'Blueberry Muffin' Rezept von Nigella Lawson entschieden (aus dem Buch "How to be a Domestic Goddess"). Super einfach, schnell und lecker, schwer zur Nachahmung empfohlen. Die Muffins sind viel besser als die fiesen albern schmeckenden Monster, die es im Supermarkt gibt.

Hier das leicht abgewandelte Rezept:

Zutaten:
280 g Mehl
140 g Zucker
1/2 TL Natriumbicarbonat (Natron)
2-1/2 TL Backpulver
Messerspitze Salz
284 ml Buttermilch (in GB nur in homöopatischen Gebindegrössen und zu Apothekerpreisen erhältlich)
105 g Butter, geschmolzen
2 kleine Eier
225 g Blaubeeren

Zubereitung:
In einer Rührschuessel alle trockenen Zutaten vermischen. In einem Messbecher die abgekühlte, geschmolzene Butter mit Buttermilch und Eiern verquirlen und auf die trockenen Zutaten giessen. Mit einem Spatel o. ä. verrühren, nicht übertreiben, Hauptsache, dass keine Mehlstaubnester mehr vorhanden sind. Die gewaschenen Blaubeeren untermischen, ebenfalls nur grob vermischen. Ein Muffin-Backblech (oder änliches) mit Muffinförmchen auslegen und jeweils einen guten Esslöffel Teig reinklecksen, sollte ungefähr 14-18 Muffins ergeben. 20-22 Minuten bei 180 Grad Umluft (oder 200 Grad Ober- Unterhitze) backen. Fertig.


Nachdem ich letzten Sonntag und Donnerstag Blaubeer Muffins gebacken habe, habe ich heute eine Variation ausprobiert - Muffins mit Himbeeren und weisser Schokolade. Dafür habe ich statt Blaubeeren etwa 230 g Himbeeren (170g frische, 60g TK) und 100g gehackte weisse Schokolade genommen. An den Stellen, wo die grossen Himbeeren eingebacken sind, ist der Teig etwas matschig geblieben. Naechstes Mal nehme ich weniger und ausschliesslich TK Himbeeren und raspel etwas extra Schokolade auf die Muffins bevor sie in den Ofen verschwinden. Ansonsten waren diese Muffins aber auch schon ganz lecker.


Despite more or less regular baking activities, due to lack of German bread and "Broetchen" in this country, I do not consider baking one of my favourite pastimes. Last weekend though, doing the shopping I saw blueberries and the thought of making blueberry muffins came to mind. After perusal of some recipes, I decided to follow Nigella's recipe (from "How to be a Domestic Goddess", with minor modifications. What she notes about the finished product of this recipe is absolutely true, they are superior to the offerings that you get in the supermarkets. One could refer to these as the "ueber-muffin" ;-).

Ingredients:

280 g flour
140 g caster sugar

1/2 tsp bicarbonate of soda

2-1/2 tsp baking powder

pinch of salt
284 ml buttermilk

105 g butter, melted (or molten?)

2 small eggs

225 g blueberries


Method:
In a large bowl mix all dry ingredients. Melt butter in a jug (e.g. in microwave, don't let it get too hot, though, or it will denature the egg later), add buttermilk, mix then add eggs and mix some more. Pour onto dry stuff and mix with a spatula or spoon. No need to overdo that, just make sure to get rid of those dry floury bits. Then add blueberries and mix a little, again, no need to homogenise the dough. Line a muffin tray with muffin cases and add a good dollop of dough to each, about a tablespoon full. The mix should be good for 14-18 muffins. Bake 20-22 minutes at 180 degrees in a fan assisted oven (or 200 degrees without fan). Bingo!

Monday, 31 August 2009

Herr und Frau Schäfer — Mr & Mrs


So, Thea und Hendrik haben sich endlich das Ja-Wort gegeben! Und sie sind zurück in England, wo sie versuchen, sich wieder in den normalen Alltag einzufinden...

Wir hatten traumhafte Tage auf Spiekeroog. Wir haben Willem in unserem Traugottesdienst in der Alten Inselkirche taufen lassen und es war wunderschön. Wir sind noch immer ganz gerührt, dass so viele von Euch es einrichten konnten, bei unserem Fest dabeizusein – ganz besonders in Anbetracht der Tatsache, daß die meisten von Euch eine solch aufwendige Anreise hatten. Wir wissen, wie entlegen Spiekeroog vom Rest Europas ist, aber das ist eben gerade einer der Gründe, warum die Insel so ein besonderer Ort ist.

Die Party war toll, wir hatten großen Spaß (und hoffen natürlich, dass es unseren Gästen ähnlich gut gefallen hat), und es war ganz niedlich, zu sehen, wie die ganzen Kinder sich trotz aller Sprachbarrieren angefreundet haben und zusammen rumgeflitzt sind.

Thea’s Bruder Chris und seine Frau Annemarie haben wunderschöne Photos gemacht, Beispiele davon sind die Bilder in diesem Post. Wenn Ihr Lust habt, schaut doch mal auf unser Web Album (sollte der Link nicht funktionieren, meldet Euch, damit wir sicherstellen können, dass Ihr die Seite sehen könnt!).

Leider waren unsere Flitterwochen davon beeinträchtigt, dass Hendrik sich eine Lungenentzündung eingefangen hat. Nur eine „kleine“, aber nichtsdestotrotz hatten wir eine ganze Woche, in der wir nichts unternehmen konnten. Wie schade!

Tja, und jetzt sind wir wieder zu Hause und der Alltag hat uns wieder – so doll, dass Thea morgen wieder anfangen wird zu arbeiten, Hendrik schon wieder einen Antrag geschrieben hat, und Schäfer Junior in den Kindergarten geht. Er war schon einige Male zum Eingewöhnen dort und scheint es zu lieben. Sein Gesicht leuchtet jedes Mal, wenn wir den Baby-Raum betreten und er die anderen Kinder sieht. Besser geht's ja eigentlich kaum!

Das war’s erstmal von uns hier. Wir werden uns Mühe geben, bald wieder zu posten.




That’s it! Thea and Hendrik have finally tied the knot! And they are back in England trying to settle back into normal life.

We had a magical time on Spiekeroog. Willem was christened during our wedding service in the old island church and it was a beautiful occasion. We are touched and grateful that so many of you have decided to join us for the celebrations — especially in light of the fact that most of you had to travel so far. We know Spiekeroog is remote, but that is what makes it such a special place.

The party was lovely, we really enjoyed ourselves (and sincerely hope so did our guests!) and it was really sweet seeing all the kids strike up friendships so easily despite the language barrier.
Thea’s brother Chris and his wife Annemarie took a lot of great photos (examples of which are in this post). If you want, you can take a look in our web album (if the link doesn't work for you, contact us so we can make sure you've got permissions to view the page!).

Unfortunately, our honeymoon was slightly overshadowed by Hendrik catching pneumonia. It wasn’t very serious pneumonia, but it still meant that we had a week without really being able to do anything. Such a shame!

And now we’re back home. Normal life is taking over — so much so that Thea has to start going back to work tomorrow, Hendrik has already submitted another grant proposal, and Willem will start to go to nursery full-time tomorrow. He already went for some settling in sessions and he seems to love it there. His face always lights up as soon as he sees all the other children in the baby room. What more could you ask for?

Right folks, that’s it for today, hope to post more soon.