Monday, 25 May 2009

Wieder zu Hause — Home, Sweet Home

Willem Schäfer reiste unter dem Namen Mangels — Master Willem Schäfer travelling in disguise

Es ist jetzt einen ganzen Monat her, seit dem wir das letzte Mal etwas von uns haben hören lassen. Der Grund dafür ist, dass wir weg waren: Willem hat seine erste Nordseequerung unternommen, um die Familienmitglieder und Freunde kennenzulernen, die ihn noch nicht gesehen hatten. Thea und Willem sind drei Wochen in Deutschland geblieben - die längste Zeit seitdem wir nach GB gezogen sind (und trotzdem war es zum Teil proppenvolles Programm) - Hendrik war die erste Hälfte der Zeit da. Es war grossartig, zuhause in D zu sein, hat viel Spass gemacht sich mit allen zu treffen, und Willem hat es genossen von Omas, Opas, Tanten, Onkels und Freunden betüdelt zu werden. Er hat in den drei Wochen merkbare Fortschritte in seiner Entwicklung gemacht.

Es ist jetzt aber auch schön, wieder zuhaus zu sein, im eigenen Bett zu schlafen und ein bisschen mehr Routine tut Willem sehr gut. Allzuviel hatte er davon bisher nicht, und in D war dann vom gewohnten Tagesablauf und der bekannten Umgebung nichts mehr da, was ihn manchmal etwas angestrengt hat.

Aufenthalte in D verdeutlichen uns jedesmal, dass wir es vermissen dortige Freunde und Familie in der Nähe zu haben, aber man kann nicht alles haben. Umso mehr freuen wir uns darauf bald wieder da zu sein, die Hochzeit naht mit Riesenschritten...

Kleiner rothaariger Junge musste vor der Spiekerooger Sonne geschuetzt werden
— Our little ginger hunk had to be protected from the intense sunshine on Spiekeroog


It's been a month since we posted. This is because we were away: Willem undertook his first North Sea crossing to meet those family and friends who hadn't yet seen him. Thea and Willem stayed in Germany for three weeks - the longest since we moved to the UK - and Hendrik came for the first half. It was great to be in Germany, it was great fun to be with everyone, and Willem loved interacting with people. He has really made a developmental leap forward.

But it is now also great to be home again! It's great to be in one's own bed at night, and it's good to have some routine again for Willem.


Trips to Germany always make it obvious that we're missing having everyone close by — but we can't have everything. We'll just have to make the most of this year, when we'll see everyone again so soon. The wedding is drawing closer...


Saturday, 25 April 2009

Neue Schuhe und anderes — New shoes and stuff



Willem hatte schon bei der Geburt große Hände und Füße (zumindest glauben wir das gerne). Heute war es soweit, die Quadratlatschen wurden zum ersten Mal in Schuhe gesteckt, nur so zu unserem Vergnügen, aber Willem fand es dann auch ganz spannend und hat wild mit den beschuhten Füßen gestrampelt und gegluckst. Inzwischen lächelt er auch mal ganz breit, wenn wir Unsinn mit ihm veranstalten. Manchmal freut er sich auch einfach nur, wenn er uns sieht. Alles in allem geht es ihm, bis auf meist kurze Phasen in denen er mit Bauchweh zu kämpfen hat, ganz gut, und er hat letzte Woche bereits die ersten Impfungen hinter sich gebracht.

Für die Statistiker unter unseren Lesern:
Länge über alles: 62 cm
Gewicht: 5660 g

Schuhgröße 3-6 Monate! — shoe size 3 to 6 months!


Already at birth Willem appeared to have big hands and feet, at least we like to think so. Today the hooves were put into shoes for the first time, mainly for our amusement, but he also seemed quite delighted with this new experience and signalled his enjoyment with some gurgling noises. Indeed he has recently started to give us big smiles when we are entertaining him in some silly way, or he smiles when he is pleased to see us (not every time!). In general he is doing well, apart from those short periods of griping pain, and last week he has even had his first set of immunisations.

Statistical update:
Overall length: 62 cm (in real money: 2 ft 1/2 inch)
Weight: 5660 g (12 lbs 8 oz)

Sunday, 12 April 2009

Lammkeule — Leg of Lamb

Als wir vor zwei (?) Jahren bei Corrine und Tim Sylvester gefeiert haben und dabei einen fantastischen Braten aufgetischt bekamen, fasste ich einen kulinarischen Vorsatz fuers neue Jahr: "BRATEN"!

Damit war gemeint, dass ich mich mal an groessere Stuecke Fleisch ranwagen wollte. Inzwischen habe ich - mit einiger Anlaufverzoegerung - das eine oder andere Mal einen Braten zubereitet. Groessere Katastrophen waren die Ausnahme. Vor ein paar Wochen hatte ich schon einmal eine Lammschulter im Ofen geschmort, lecker! Gestern erstand ich ein schoenes Stueck von der Lammkeule, dummerweise habe ich aber das Rezept letztes mal nicht aufgeschrieben.
Irgendwie habe ich mir das wieder zusammengelogen, und das Ergebnis war so lecker, dass ich beschlossen habe, das Blog jetzt auch ab und zu als Kochbuch zu missbrauchen.

Lammkeule mit Pellkartoffeln und Spitzkohl

Zutaten:
ca. 700 g Lammkeule (ohne Knochen)
Olivenoel
2 Knoblauchzehen
1 TL Pfefferkoerner
Rosmarin
Thymian
Salz
1 Zwiebel
1/4 L Gemuesebruehe
1/4 L Rotwein
50 ml Sahne

Dazu:
Kartoffeln (mit Kuemmel)
und Spitzkohl

Zubereitung:
Knoblauch, Pfefferkoerner, und Kraeuter mit Salz und Olivenoel im Moerser zerdruecken und zu einer Marinade verarbeiten. Das Fleisch abtupfen, salzen und dann mit der Marinade einreiben. Zwei Stunden im Kuehlschrank marinieren. Ofen auf 160 vorheizen. Lammkeule mit Faden zusammenbinden und in der Pfanne von allen Seiten in Oel anbraten. Fleisch zur Seite legen. Zwiebel hacken und in Pfanne in etwas Oel anschwitzen, dann mit Bruehe abloeschen und in den Schmortopf giessen. Wein dazu und dann das Fleisch hinein, Deckel drauf und fuer etwa 1.5 h in den Ofen.

Etwa 20 min bevor Fleisch fertig wird die Kartoffeln mit Kuemmel und Salz aufsetzen. Auessere Blaetter vom Spitzkohl entfernen, vierteln, Strunk rausschneiden und grob hacken. Mit Duensteinsatz etwa 5-10 min im Dampf garen.

Wenn das Fleisch seine Zeit im Ofen abgesessen hat, herausnehmen und 10 min ruhen lassen. Den Sud durch ein Sieb geben und im Topf mit etwas Speisestaerke andicken. Schuss Sahne unterruehren - fertig!

Two years ago now, at a New Years Do at Corinne and Tim's we were treated to a fantastic roast. This was when I made a culinary new year's resolution: "Big sides of meat!"
With some considerable delay I have recently started practising my roasts. A few weeks ago I made a lamb shoulder, which was quite ok, only I forgot to write down the recipe. Somehow I made it up again today, and since it was very delicious, I have decided to use the blog as a recipe repository from now on, at least I will know where to find the protocol.

Leg of lamb with new potatoes and pointed cabbage

Ingredients:
approx 700 g leg of lamb (deboned)
olive oil
2 cloves of garlic

1 Tbl spoon black pepper corns

rosmary

thyme
salt
1 onion
1/4 L veggie stock
1/4 L red wine
50 ml single cream

Serve with:
New potatoes (boil with caraway seeds)
and pointed cabbage

Using a pestle and mortar make a paste of the garlic, herbs, peppercorns, oliveoil and some salt.

Dab dry the meat, season with salt and then marinate with the paste. Keep in the fridge for a couple of hours. Preheat oven to 160 (Celsius as we know it or centigrade for you Imperials!). Tie the meat into a roll with cotton thread and seal from all sides in some oil in a hot frying pan. Put meat aside, shallow fry chopped onion until golden, then add veggie stock. Transfer stock and onions into casserole dish add wine and meat, replace lid and put into oven for 1.5 h.

About 20 min before end of roasting time, start boiling the spuds. It is really nice to boil them unpeeled (if you can get them nice and clean) with some caraway seeds in the boiling water. Remove outer leaves of the cabbage, cut into quarters, remove stalky bit and chop coarsely. Steam for 5-10 min, season to taste.


When meat is done, remove from oven and set aside to rest for 10 min. Strain juice through sieve and thicken in a pot with cornflour. Add a dash of cream. Done!

Saturday, 11 April 2009

Frohe Ostern — Happy Easter

Was Osterbräuche angeht, so unterscheiden sich England und Deutschland ein weiteres Mal. Wärend es in Deutschland üblich ist, Sträuche mit bemalten oder gefärbten Eiern zu schmücken, findet man solcherlei in England nicht. Das in der Heimat übliche Färben von Eiern ist hier ebenfalls nicht Teil der Ostertradition, und so ist es auch nicht möglich, Eierfarben zu kaufen. Da Ostern ohne Eierfärben aber nicht geht, mussten also Alternativen gefunden werden (ja Zwiebelschalen gingen, aber waren auch nicht zur Hand). Die im Backregal im Supermarkt gefundenen Lebensmittelfarben waren zwar nicht perfekt, haben den Eiern aber wenigstens einen Hauch Farbe verliehen. Willem fand das ganze total langweilig und hat die meiste Zeit geratzt.


Easter traditions in England and Germany are yet another area of cultural differences. While we decorate branches and bushes with eggs that have been dyed or painted in some way, there does not seem to be any of the sort over here. Dyeing of eggs, an essential part of the German Easter tradition, is equally unheard of so that it is nigh on impossible to buy appropriate egg dyes. Because Easter without coloured eggs is simply not an option, alternative means were explored. The food colourings that I found in the baking section of the supermarket were not perfect for the job, but at least they have given the eggs a slight hue of blue, green and red. Willem dozed off fairly quickly and was not very impressed this time round.

Wednesday, 1 April 2009

Tschuess und Hallo — Good bye and hello

Nachdem wir Theas Eltern eine Woche lang zu Besuch hatten, sind die zwei wieder gen Bremen abgedüst. Es war klasse mal für ein paar Tage das volle "Oma-und-Opa-Programm" zu bekommen, eine grosse Erleichterung im noch immer etwas ungewohnten Alltag mit Kind. Theas Mutter, als dreifache Mutter ein Vollprofi, hatte einige gute Babypflege Tipps für uns auf Lager und wirkte Wunder, wenn Willem beruhigt werden musste. Matten, mit Werkzeug im Gepäck und voller Ideen angereist, hat ein paar Heimwerkerprojekte realisiert. Natürlich haben die beiden es auch genossen, ihr drittes Enkelkind kennenzulernen.


Nach ein paar Tagen wieder zu dritt ist dann am 1. April Ghita eingeflogen und hat eine knappe Woche mit uns verbracht. Thea und Ghita haben natürlich neben Babyquatsch auch ein bisschen Zeit beim Shoppen verbracht. Nun ist Ghita ist wieder in Deutschland, und wir wurschteln uns wieder so durch den Alltag.

Wir sind alle etwas erkältet gewesen. Während das für uns einfach nur lästig ist, war es merkwürdig, einen verschnupften kleinen Mann zu haben und dann festzustellen, dass sich 7 Wochen alte Kinder noch nicht die Nase putzen koennen. Nicht wirklich überraschend, aber man steht doch etwas bedröppelt da, weil man nicht weiss, wie man die winzige Nase vom Schnief befreit und wieder "gängig" bekommt. Inzwischen ist das aber kein grosses Problem mehr, wir sind alle mehr oder weniger wieder fit.



Having stayed with us for about a week, Thea's parents went back to Germany. It was great to have the full grandparents programme for a few days. Thea's mum, mother of three and thus an expert, shared a few good baby care tips with us and was a dab hand at calming Willem when he was upset. Thea's dad used some of the time to do a couple of DIY projects. Needless to say that grandma and grandad enjoyed the time with grandchild number three.

After a few days as the nuclear family we then welcomed Ghita, who arrived here on the 1st of April to stay with us for a few days. While the ladies obviously spent a lot of time with Willem, they managed to squeeze a bit of shopping time in as well. Ghita is now back in Germany, and we are tackling everyday life on our own.

We have all had a cold. While that is simply unpleasent for us grown-ups, having a baby with a blocked nose and no idea how to clear it efficiently has been a new experience. Such a pity that 7 week olds cannot blow their nose. Now everything is fine again and we have more or less recovered.